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Frage 41: Warum haben die Kreuzzügler während der Kreuzzüge tausende unschuldige Menschen niedergemetzelt? Was für eine Gottes Liebe und Toleranz ist das? (TR)
Antwort: Zunächst eine kurze Beschreibung der Kreuzzugsbewegung im engeren Sinn, d.h. der Kreuzzüge in das heilige Land, aus der Feder von Ludwig Hagemann (Was glauben Christen? Die Grundaussagen einer Weltreligion. Herder-Taschenbuch nr. 1729, Freiburg, 1991, 126f.): Als im Jahre 1071 A.D. die Türken Jerusalem erobert hatten, berichteten zurückkehrende Jerusalempilger über Schikanen und Behinderungen durch die neuen Machthaber. Diese Nachrichten sollten nicht ohne Wirkung bleiben. Als dann noch wegen der Bedrohung Konstantinopels Kaiser Alexius I. (1081-1118) einen Hilferuf an Papst Urban II. (1088-1099) richtete, wirkte der Aufruf des Papstes am 27. November 1095 auf der Synode von Clermont zum Beistand für die orientalischen Christen und zur Befreiung des heiligen Landes von muslimischer Herrschaft als Initialzündung für eine Massenbewegung, die zwei Jahrhunderte hindurch über nationale Schranken hinweg die Völker des Abendlandes in dieser Zielsetzung einte.
„Deus lo volt“, Gott will es – das war die alles beherrschende Parole. Der Papst selbst stellte sich an die Spitze dieser Kreuzzugsbewegung.
Das eigentliche Ziel konnte jedoch nicht erreicht werden. Im Gegenteil: Alle Versuche, im Hl. Land wieder Fuß zu fassen, waren nur von begrenzter Dauer; letztlich sind sie alle gescheitert. Die zunächst religiösen Treibkräfte dieser Bewegung verblassten hinter der Kriegs- und Abendteuerlust, hinter Blutdurst, Beutegier und Machtsucht. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen wurde auf stärkste belastet, eine neue islamische Solidarität gegen die Christen war die Folge. Die östliche Kirche war verbitterter als zuvor; die Bemühungen um eine Union blieben erfolglos, ja der Spalt zwischen West- und Ostkirche war durch die –wenn auch nur kurzlebige – Errichtung des sog. Lateinischen Kaisertums in Konstantinopel (1204–61) nur noch vertieft worden.
In diesem Jahr 2004 stößt eine eindrucksvolle, gut recherchierte Ausstellung im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz zum Thema: „Kein Krieg ist heilig. Die Kreuzzüge“ auf großes Interesse. Der Prolog zu dieser Ausstellung ist in folgenden Worten formuliert:
„Die Geschichte der Kreuzzüge wurde mitunter stark idealisiert und politisch wie religiös von Staat und Kirche instrumentalisiert. Das 19. Jahrhundert mit seiner schwärmerischen Vorliebe für das Rittertum setzte die Taten der Kreuzfahrer mit Tapferkeit, Edelmut und Gottesfürchtigkeit gleich. Repräsentativ für diese Denkweise ist das Fresko aus dem Dom zu Speyer mit der Darstellung des großen Kreuzzugspredigers Bernhard von Clairvaux, das als beredtes Zeugnis von der unkritischen, romantisierenden Wiedergabe eines bedeutenden historischen Ereignisses gilt. Mit der Realität haben solche Historienmalereien wenig zu tun.
Die Kreuzzüge waren blutige and grausame Eroberungskriege und verursachten Elend und Leid.
Doch diejenigen, die ab dem Jahre 1095 das Kreuz nahmen, handelten nach den Wertmaßstäben ihrer Zeit, die uns heute noch schwer verständlich sind. Für die Kreuzfahrer war die „Befreiung des Heiligen Landes aus den Händen der Ungläubigen“ ein „gerechter Krieg“, den Gott selbst durch den Papst autorisierte. Die Folgen dieses frommen Glaubens waren schwerwiegend.
Neben Hunderttausenden von Toten führten die Kriege im Vorderen Orient vor allem zu einer tiefen Entzweiung der orientalisch-muslimischen und abendländisch-christlichen Welt, die bis auf den heutigen Tag nachhaltig Spuren hinterlassen hat.
Die römische Kirche hatte an dieser Entwicklung erheblichen Anteil, weshalb Papst Johannes Paul II sich in aller Deutlichkeit zu diesem Thema geäußert hat: Am 5. Mai bat er in Athen um Vergebung für die Sünden, die „Söhne und Töchter der katholischen Kirche“ an orthodoxen Christen begangen haben. Er nannte ausdrücklich die Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im Jahre 1204. Es war der erste Besuch eines römischen Papstes in Griechenland seit mehr als 1000 Jahren.
Am 6. Mai 2001 besuchte der Heilige Vater die Omajjaden-Moschee in Damaskus. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass „muslimische und christliche Führer und Lehrer unsere beiden großen Religionen als Gemeinschaften in respektvollen Dialog und nie wieder im Konflikt darstellen werden“. Zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt betrat ein römischer Papst eine Moschee.
Dieses öffentliche Eingeständnis und die Bitte um Vergebung für das von der Kirche mitverschuldete Unrecht während der Kreuzzüge sollten ermutigen, das Verhältnis zwischen den drei monotheistischen Religionsgemeinschaften von Christen, Juden und Muslimen zu verbessern.“ (Zitiert nach dem Prolog der oben genannten Ausstellung. Kein Krieg ist heilig. Die Kreuzzüge, Tafeltexte zur Ausstellung. Mainz: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, 2004).)
Papst Johannes Paul II. designierte den ersten Fastensonntag des Jubiläumsjahres 2000 (12. März), zum „Tag der Vergebung“. Das Jahr 2000 war bekanntlich das Jubiläumsjahr, in dem die Christen den 2000. Geburtstag Jesu von Nazareth und den Beginn des dritten Millenniums feierten. In seiner Predigt an diesem Sonntag sagte er unter anderem:
„Vor Christus, der aus Liebe die Schuld unserer bösen Taten auf sich genommen hat, sind wir alle zu einer gründlichen Gewissenserforschung eingeladen. Ein charakteristisches Element des Großen Jubiläums besteht in dem, was ich als „Reinigung des Gedächtnisses“ bezeichnet habe. Als Nachfolger Petri habe ich gefordert, dass „die Kirche, gestärkt durch die Heiligkeit, die sie von ihrem Herrn empfängt, in diesem Jahr der Barmherzigkeit vor Gott niederkniet und von ihm Vergebung für die Sünden ihrer Kinder aus Vergangenheit und Gegenwart erfleht (Incarnationis mysterim, 11). Der heutige erste Fastensonntag scheint mir die geeignete Gelegenheit dafür zu sein, dass die Kirche, geistig um den Nachfolger Petri versammelt, das göttliche Vergeben für die Verfehlungen alle Gläubigen erfleht. Wir vergeben und bitten um Vergebung! ... Die Verirrungen der Vergangenheit anzuerkennen dient dazu, unsere Gewissen wachzurütteln angesichts der Kompromisse der Gegenwart und jedem den Weg der Versöhnung zu erschließen.
Wir vergeben und bitten um Vergebung: Während wir Gott loben, der in seiner barmherzigen Liebe einen wunderbaren Reichtum an Heiligkeit, missionarischem Eifer, vollkommener Hingabe an Christus und den Nächsten in der Kirche hervorgerufen hat, können wir nicht umhin, die Untreue gegenüber dem Evangelium anzuerkennen, deren sich einige unserer Brüder besonders während des zweiten Jahrtausends schuldig gemacht haben. Wir bitten um Vergebung für die Spaltungen, die unter den Christen entstanden sind, für den Gebrauch der Gewalt, zu dem einige im Dienst an der Wahrheit geschritten sind, und für die bisweilen eingenommenen Haltungen des Misstrauens und der Feindseligkeit gegenüber den Anhängern anderer Religionen.
Wir bekennen umso mehr unsere Verantwortung als Christen für die Übel von heute. Gegenüber Atheismus, religiöser Gleichgültigkeit, Säkularismus, ethischem Relativismus, Verletzungen des Rechtes auf Leben, Teilnahmslosigkeit angesichts des Armut in vielen Ländern müssen wir uns fragen, was unsere Verantwortung ist. Für den Anteil, den jeder von uns mit seinem Verhalten an diesen Bösartigkeiten hat und damit beträgt, das Antlitz der Kirche zu entstellen, bitten wir demütig um Vergebung.
Während wir unsere Schuld bekennen, vergeben wir zugleich die Verfehlungen, die andere uns gegenüber begangen haben. Im Lauf der Geschichte haben die Christen unzählige Male Belästigungen, Gewalttaten und Verfolgungen ihres Glaubens wegen erlitten. So wie die Opfer solcher Übergriffe verziehen haben, so verzeihen auch wir. Die Kirche von heute wie zu allen Zeiten fühlt sich in die Pflicht genommen, die Erinnerung and diese traurigen Vorfälle von jedem Gefühl der Bitterkeit und Rache zu reinigen. Das Jubiläum wird so für alle zu einer günstigen Gelegenheit für eine tiefe Umkehr zum Evangelium. Aus Annahme der Vergebung Gottes entspringt das Bemühen um die Vergebung der Brüder und die Versöhnung untereinander.“
Frage 42:”Was für eine Religion ist das Christentum angesichts der Tatsache, dass die Protestanten die Katholiken nicht als Christen anerkennen und behaupten, die Katholiken würden in die Hölle fahren. Dies, obwohl Protestanten und Katholiken an den gleichen Prophet und die gleichen Evangelien glauben? Lehrt Euch Euer Buch nichts über Toleranz? Sind Auffassungen wie die eben genannten nicht grausam und erbarmungslos? Werden nur die Protestanten in den Himmel kommen? Steht eine solche Lehre in Eurer Heiligen Schrift?“ (TR)
Frage 43: ”Können Sie Ihre Meinung über die Evangelischen Christen [auch ‚Protestanten’ genannt] kurz zusammenfassen? Sind sie nach katholischer Auffassung zur Hölle verdammt?“ (TR)
Antwort (auf Fragen 42 & 43): In diesen beiden Fragen scheint es mir im Wesentlichen um folgende Einzelfragen zu gehen:
a. Worin besteht nach katholischer Sicht die Einheit der Kirche? b. In welcher Weise ist diese Einheit im Laufe der Geschichte verletzt worden? c. Welche Wege verfolgt die Kirche zur Wiedergewinnung der Einheit? d. Wie sieht die Kirche das Verhältnis der nichtkatholischen Christen zu sich selbst?
Ich beantworte diese Fragen auf der Basis der Aussagen der Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) – ganz besonders vom Dekret über die Kirche Lumen Gentium ((LG) und dem Dekret über den Ökumenismus „Unitatis Reintegratio“ (=UR) aus – und des nach dem Konzil veröffentlichten, offiziellen Katechismus der Katholischen Kirche (=KK) (München u. a.: 1993). ISBN 3 486-56005 oder 3 486 55999 0.
Ad a) Worin besteht nach katholischer Sicht die Einheit der Kirche?
Die Kirche ist eine von ihrem Ursprung her, der Einheit des einzigen Gottes, des Vaters und des Sohnes im Heiligen Geist in der Dreiheit der Personen. Sie ist eine von ihrem Gründer her, Jesus Christus, und sie ist eine von ihrer Seele her, dem Heiligen Geist, der in den Gläubigen wohnt und die ganze Kirche erfüllt und leitet.
Von Anfang an weist indes die Kirche eine große Vielfalt auf. Diese rührt von der Vielfalt der Gaben Gottes aber auch von der Vielzahl der sie empfangenden Menschen. „Unter den Gliedern der Kirche besteht eine Vielfalt von Gaben, Aufgaben, Lebensbedingungen und Lebensweisen; in der kirchlichen Gemeinschaft gibt es zu Recht Teilkirchen, die über eigenen Überlieferungen verfügen’ (LG 13). Der große Reichtum an Verschiedenheiten steht der Einheit der Kirche nicht entgegen, sondern die Sünde und ihre Folgen belasten und bedrohen diese Gabe der Einheit unablässig.“ (KK 814).
Welches sind die Bande der Einheit der Kirche? Vor allem ist es die Liebe, „das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3,14). Die Einheit der Kirche wird aber auch durch folgende sichtbare Bande der Gemeinschaft gesichert:
- das Bekenntnis ein und desselben, von den Aposteln überlieferten Glaubens ; - die gemeinsame Feier des Gottesdienstes, vor allem der Sakramente; - die apostolische Sukzession (d.i. die ununterbrochene Nachfolge der Bischöfe und Priester auf die Apostel), die durch das Weihesakrament die brüderliche Eintracht der Familie Gottes aufrechterhält.
„Die einzige Kirche Christi…zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen, ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut…Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht in [lat.: subsistit in] der katholischen Kirche, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird“ (LG 8).
Ad b) In welcher Weise ist diese Einheit im Laufe der Geschichte verletzt worden?
„In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von der ersten Zeiten an Spaltungen aufgekommen, die der Apostel [Paulus) als schwer verwerflich tadelt.; in den späteren Jahrhunderten aber sind ausgedehntere Uneinigkeiten entstanden, und es trennten sich nicht unbedeutende Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche, bisweilen nicht ohne Schuld der Menschen auf beiden Seiten“ (UR 3) Zu den Gemeinschaften die so durch Trennung von der katholischen Kirchen entstanden sind, gehören auch die „Protestanten“, die sich auch und vorzugsweise als evangelische Christen bzw. Evangelische Kirche(n) bezeichnen.
„Denen aber, die jetzt in solchen Gemeinschaften geboren sind und mit dem Glauben an Christus erfüllt werden, können keine Vorwürfe wegen der Trennung gemacht werden und die katholische Kirche begegnet ihnen in brüderlicher Achtung und Liebe…sie werden aufgrund des Glaubens in der Taufe gerechtfertigt, Christus einverleibt, und darum gebührt ihnen der Ehrennahme des Christen, und mit Recht werden sie von den Kindern der katholischen Kirche als Brüder im Herrn anerkannt“ (UR 3).
Zudem sind außerhalb der sichtbaren Grenzen der katholischen Kirche „vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden“ (LG 8): „das geschriebene Wort Gottes, das Leben der Gnade, Glaube, Hoffnung und Liebe und andere innere Gaben des Heiligen Geistes und sichtbare Elemente“ (UR 3). Der Geist Christi bedient sich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften als Mittel zum Heil. Ihre Kraft kommt aus der Gnaden- und Wahrheitsfülle, die Christus der katholischen Kirche anvertraut hat. Alle diese Güter stammen von Christus, führen zu ihm und drängen von selbst „auf die katholische Einheit hin“ (Lumen Gentium 3).
Ad c) Welche Wege verfolgt die Kirche zur Wiedergewinnung der Einheit?
Christus gibt seiner Kirche stets die Gabe der Einheit, aber die Kirche muss ständig beten und arbeiten, um die Einheit, die Christus für sie will, zu erhalten, zu stärken und zu vervollkommnen. Um dieser Gabe richtig zu entsprechen bedarf es:
- einer dauernden Erneuerung der Kirche in einer größeren Treue zu ihrer Berufung. Diese Erneuerung ist die Triebkraft der Bewegung hin zur Einheit: - der Bekehrung des Herzens, um nach einem reinen Leben gemäß dem Evangelium zu streben, denn die Untreue der Glieder gegenüber der Gabe Christi verursacht die Trennung von der katholischen Kirche; - des gemeinsamen Gebetes, denn „die Bekehrung des Herzens und die Heiligkeit des Lebens ist in Verbindung mit dem privaten und öffentlichen Gebet für die Einheit der Christen als die Seele der ganzen ökumenischen Bewegung anzusehen; sie kann mit Recht geistlicher Ökumenismus genannt werden“ (UR 8); - der gegenseitigen brüderlichen Kenntnis; - der ökumenischen Bildung der Gläubigen und vor allem der Priester; - des Gesprächs zwischen den Theologen und der Begegnung zwischen den Christen der verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften. - der Zusammenarbeit der Christen in den verschiedenen Bereichen des Dienstes am Menschen.
Ad d) Wie sieht die Kirche das Verhältnis der nichtkatholischen Christen zu sich selbst?
„Zu dieser katholischen Einheit des Gottesvolkes … sind alle Menschen berufen. Auf verschiedene Weise gehören ihr zu oder sind ihr zugeordnet die katholischen Gläubigen, die anderen an Christus Glaubenden und schließlich alle Menschen überhaupt, die durch die Gnade Gottes zum Heile berufen sind“ (LG 13).
„Jene werden der Gemeinschaft der Kirche voll eingegliedert, die im Besitze des Geistes Christi, ihre ganze Ordnung und all in ihr eingerichteten Mittel zum Heil annehmen und sich in ihrem sichtbaren Gefüge mit Christus, der sie durch den Papst und die Bischöfe leitet, nämlich durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft. Nicht gerettet wird jedoch, auch wenn der der Kirche eingegliedert wird, wer, in der Liebe nicht verharrend, im Schoße der Kirche zwar ‚dem Leibe’, aber nicht ‚dem Herzen’ nach verbleibt“ (LG 14).
„Mit jenen, die als Getaufte mit dem christlichen Namen geziert sind, den vollständigen Glauben aber nicht bekennen oder die Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger des Petrus nicht wahren, weiß sich die Kirche aus mehreren Gründen verbunden“ (LG 15). „Wer an Christus glaubt und in der rechten Weise die Taufe empfangen hat, steht dadurch in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche“ (UR 3). Die Gemeinschaft mit den orthodoxen Kirchen ist so tief, „dass ihr nur wenig fehlt, um zur Fülle zu gelangen, die zu einer gemeinsamen Feier der Eucharistie berechtigt“ (Paul VI, Ansprache vom 14. Dezember 1975) (Siehe KK 836-838.)
Frage 44: „Wenn ich richtig verstanden habe, behaupten die Protestanten, dass Jesus Euch all Euere Sünden vergeben und den Himmel versprochen hat. Danach könnt Ihr nun so viele Sünden begehen , so viel Böses tun wie Ihr wollt, da Ihr ja schon gerettet seid. Wie soll es möglich sein, diese Lehren des Evangeliums wahr zu finden? Irrt Ihr Euch da nicht vielleicht? Lehrt das Evangelium wirklich einen Glauben, der den Menschen zum Bösen anreizt? Was ist Ihre Auffassung dazu, bitte? (Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt, nicht aufgrund eurer Werke, damit sich keiner rühmen kann (Eph 2:8-9).“ (TR)
Antwort: Die Gefahr eines solchen totalen Missverständnisses dieser Lehre hat das Neue Testament selbst schon gesehen. Man lese aufmerksam den Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,12 - 6, 23 und den Brief an die Galater 6, 1-10. Der Jakobusbrief, den die katholische Kirche ebenso hoch schätzt wie alle anderen Apostelbriefe, wendet sich ganz entschieden gegen dieses Missverständnis. Siehe besonders Jak 1,14-26.
Es ist die Aufgabe der Konzilien der Kirche, Lehrpunkte, die zu Missverständnissen geführt haben oder führen können, aus der Betrachtung des Gesamtzeugnisses der Schrift und Theologie zu klären. So formuliert die Dogmatischen Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Kirche Lumen Gentium (40) hinsichtlich der Frage von Gnade, Werken und Heiligung folgendermaßen:
„Der Herr Jesus, göttlicher Lehrer und Urbild jeder Vollkommenheit, hat die Heiligkeit des Lebens, deren Urheber und Vollender er selbst ist, allen und jedem einzelnen seiner Jünger in jedweden Lebensverhältnissen gepredigt: Seid ihr also vollkommen, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Mt 5,48)…. Die Anhänger Christi sind von Gott nicht kraft ihrer Werke, sondern aufgrund seines gnädigen Ratschlusses berufen und in Jesus dem Herrn gerechtfertigt, in der Taufe des Glaubens wahrhaft Kinder Gottes und der göttlichen Natur teilhaftig und so wirklich heilig geworden. Sie müssen daher die Heiligung, die sie empfangen haben, mit Gottes Gnade im Leben bewahren und zur vollen Entfaltung bringen. Vom Apostel werden sei gemahnt, zu leben, „wie es Heiligen geziemt“ (Eph 5,3), und „als von Gott erwählte Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Güte. Demut, Milde, Geduld“ anzuziehen (Kol 3,12), und die Früchte des Geistes zur Heiligung zu zeitigen (vgl. Gal 5,22; Röm 6,22). Da wir aber in vielem alle fehlen (vgl. Jak 3,2), bedürfen wir auch ständig der Barmherzigkeit Gottes und müssen täglich beten: „Und vergib uns unsere Schuld“ (Mt 6,12).
Frage 45: „Was hat Euer Messias, den Ihr Gott nennt, gesagt? Wie viele Götter habt Ihr? Neben wem ist der Messias Gott? So wie Ihr es darstellt, ist nicht klar, ob er (der Messias) Rechtsanwalt oder Gott ist. „Wer kann sie verurteilen? Christus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein (Röm 8:34; vgl. Hebr 7:25). „Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten." (1Jo 2,1) (TR)
Antwort: Ich entnehme dieser unklar formulierten Frage und Ansammlung von Bibelzitaten die folgenden Kernfragen: (a) „Wie viele Götter habt ihr (angesichts eures Glaubens an die Gottessohnschaft Jesu Christi)? (b) Und ferner: In welchem Sinn ist Jesus für euch „Rechtsanwalt“ bei Gott und zugleich eine der drei göttlichen ‚Personen’ im Geheimnis des drei-einen Gottes?
Ad a)
Zunächst auf den oben wiedergegebenen Text der Kapitel 2 und 5 im Buch so wie auf relevante Fragen und Antworten verwiesen.
Weiterhin seien hier nur die Abschnitte 232-234 des KK zitiert:
„232 Die Christen werden im „Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,29) getauft. Vorher antworten sie auf die dreifache Frage, ob sie and den Vater, an den Sohn und an den Heiligen Geist glauben, mit „Ich glaube“. „Der Inbegriff des Glaubens aller Christen ist die Dreifaltigkeit“ (Caesarius von Arles, symb.).
233 Die Christen werden „im Namen“ (Einzahl) und nicht „auf die Namen“ (Mehrzahl) des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft, denn es gibt nur einen einzigen Gott, den allmächtigen Vater und seinen eingeborenen Sohn und den heiligen Geist: die heiligste Dreifaltigkeit.
234 Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit ist das zentrale Geheimnis des christlichen Glaubens und Lebens. Es ist das Mysterium des inneren Lebens Gottes, der Urgrund aller anderen Glaubensmysterien und das Licht, das diese erhellt. Es ist in der „Hierarchie der Glaubenswahrheiten“ die grundlegendste und wesentlichste. „Die ganze Heilsgeschichte ist nichts anderes als die Geschichte des Weges und der Mittel, durch die der wahre und einzige Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – sich offenbart, sich mit den Menschen, die sich von der Sünde abwenden, versöhnt und sie mit sich vereint“.
Ad b)
Nicht nur Jesus, sondern auch der Heilige Geist wird im Evangelium nach Johannes (14,16.26) „Anwalt“, „Beistand“ (=griechisch: paraklêtos) genannt. „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe (14,26)“. D.h. Nach dem Weggang Jesu wird der Geist dessen Stelle bei den Gläubigen einnehmen, Jo 14,16.17; 16,7, vgl. 1,33. Er ist der „Paraklet“, der Beistand, der Helfer, der beim Vater Fürsprache einlegt, oder der vor den weltlichen Gerichten als Anwalt eintritt, 15,26.27, vgl. Lk 12,11-12; Mt 10,19-20; Apg 5,32. Er ist der Geist der Wahrheit, 8,32, der in die ganze Wahrheit einführt, indem er zum Verstehen der geheimnisvollen Person Christi führt: wie dieser die Schriften erfüllt, 5,39, welches der Sinn seiner Worte, 2,19, seiner Taten, seiner „Zeichen“ ist, 14,16; 16,13; 1 Joh 2,20f.27; dies alles hatten die Jünger vorher nicht verstanden, 2,22; 12,16; 13,7; 20,9. Dadurch wird der Geist für Christus Zeugnis geben 15,26; 1 Joh 5,6-7, und den Unglauben der Welt überführen, 16,8-11.
Ein gravierendes Missverständnis ist es, die genannten Stellen des Johannesevangeliums und das Wort paraklêtos nicht auf den Heiligen Geist, sondern auf Muhammad, den Sohn Abdullahs und Propheten des Islam zu beziehen, wie es beispielsweise im Kommentar von Maulana Muhammad Ali, The Holy Qur’an, Lahore, 1951, n. 2496 in Erklärung von Sure 61,6 geschieht. Siehe dazu Adel Theodore Khoury, Der Koran. Arabisch-Deutsch. Übersetzung und wissenschaftlicher Kommentar, Band 12 (Gütersloh, 2001), S. 97. Anm. 3 zu Sure 61,6.
Jesus Christus wird im Hebräerbrief der „Mittler eines Neuen Bundes“ genannt (Hebr 9,15; 12,24), des neuen Bundes, der den alten übertrifft (Hebr: 8,6). Die Menschen, die durch Christus vor Gott treten, werden für immer gerettet (Hebr. 7,25). Jesus ist „der Mittler“, denn Gott hat ihn dazu berufen (Hebr. 5,5) und er ist diesem Ruf restlos gefolgt (Hebr.10,7ff). Auch 1 Tim 2,5 bezeichnet Jesus als Mittler, in seiner Eigenschaft als Mensch, die es ihm ermöglicht, „Retter“ aller zu sein, V. 4, durch seinen Tod als „Lösegeld“ für sie, V. 6. So „versöhnt“ Jesus Christus Gott und Mensch in seiner Person selbst.
Frage 46: Anerkennen Sie den Islam und Muhammad? Wenn `Ja´´, welche ist die letzte Religion, das Christentum oder der Islam? Wenn Ihre Antwort `der Islam´ ist, erklären Sie damit dann das Christentum für beendet, bzw. sollten dann nicht alle Christen zum Islam übertreten? (TR)
Antwort: Der Fragende lese zunächst weiter oben auf dieser Homepage in unserem Buch Kapitel 4. Muhammad – Prophet: auch für Christen? Und darin noch einmal besonders Teil IV, 3-5 und den Exkurs am Ende desselben Kapitels. Kapitel 12 desselben Buches: Die Mitte des Christentums zeigt darüber hinaus auf, worin für christliche Gläubige das Herz ihres Glaubens besteht. Es ist die unbedingte, sich selbst mitteilende Liebe Gottes, die dem Glaubenden in der Lehre, im Leben, Leiden, Sterben und in dem zu neuem Leben auferstandenen Jesus, dem Messias, aufgeschienen ist. Der Christ begegnet Jesus und der Kraft seiner Liebe im Gebet, Glauben und Handeln der Gemeinschaft der Christen, der Kirche. Er oder sie ist berufen, diese Liebe durch ein Leben des Dienstes und Einsatzes für die Mitmenschen zu bezeugen. Wo immer der Christ die Spuren dieser Liebe Gottes in Jesus Christus entdeckt, etwa auch im Leben von Muslimen, die Gott und dem Dienst an den Menschen ganz hingegeben sind, wird er Gott, der Seine Gaben allen Menschen anbietet, dafür danken. Der Christ und die Christin werden sich so weit wie möglich mit solchen Menschen und ihren Werken verbinden. In diesem Sinn ruft sie die katholische Kirche auf, „mit Klugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen sowie durch ihr Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen [d.h., den anderen Religionen und ihren Anhängern finden], anzuerkennen, zu wahren und zu fördern“ (Paragraph 2). Und an Christen und Muslime im Besonderen richtet sie den Aufruf, „sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen“ (Paragraph 3) (2. Vatikanisches Konzil: Nostra Aetate).
Frage 47: Das Evangelium zeichnet sich durch seine wunderbar schöne Sprache und seinen Inhalt aus. Wie aber sollen wir die verschiedenen Verse des Alten Testaments verstehen und interpretieren, die Gewalt beinhalten (z.B. Dtn 13,15; Exodus 32,27)? (TR)
Antwort: Der Fragende lese den zweiten Teil der Antwort auf Frage 28 oben.
Es sei hier hinzugefügt (zitiert aus dem Buch: Glaubensverkündigung für Erwachsene. Deutsche Ausgabe des Holländischen Katechismus, Nijmwegen-Utrecht, 1966): Wer das Alte Testament selber aufschlägt, der begegnet Seiten von zwingender Pracht und anderen, die steinig und kahl erscheinen wie raue Berglandschaft. „Viel Verwirrung beim Lesen [des Alten Testaments] rührt daher, dass wir eigentlich ein braves und erbauliches Buch erwarten, ein Buch, in dem uns lauter gute Dinge dargestellt werden. Aber schon in den Geschichten der Patriarchen im Buch Genesis werden rohe, grausame oder für unser Empfinden unsittliche Taten mit der größten Ruhe erzählt. Wir, die wir dies lesen, sollten dann wissen, dass die Bibel kein erbauliches Buch ist, sondern die Wirklichkeit wiedergibt. Gott ist auf dem Wege mit einer primitiven Menschheit. Erst mit der Zeit werden sich die Sitten oder wenigstens die Vorstellung von den idealen Sittennormen verfeinern. Wir werden bei der Geschichte Abrahams nicht eingeladen, alles so zu tun wie er, sondern auf die große Linie zu achten: wie er bei allem Jahwe treu geblieben ist. Man braucht eine große Sicht, um das Alte Testament gut zu lesen. Man muss sich vorstellen können, dass es bei anderen Menschen auch anders zugeht.
Die Lektüre wird nicht so schwer fallen, wenn die Taten als ausdrücklich böse gekennzeichnet sind, wie etwa bei der Sünde von Sodom, oder wenn sie ausdrücklich erwähnt werden, wie zum Beispiel beim Betrug der Töchter des Lot (Gen 19). Aber manchmal scheint es doch, als ob Gott selbst dahinter stünde, wie zum Beispiel beim Betrug des Jakob (Gen 27) und, stärker noch, bei der Ausrottung der Bewohner Kanaans (Jos 8). Es steht dort geschrieben, dass Jahwe dafür den Befehl gab. (Vgl. oben: Antwort auf Frage 27.)
Doch müssen wir auch diese Fälle als eine primitive Unvollkommenheit betrachten. Man wusste es damals nicht besser, oder man musste, um den Jahwedienst rein zu halten, die Methoden jener Zeit und jener Kulturstufe anwenden. Die Mentalität Gottes war noch nicht tief genug durchgedrungen. Es war schon viel, dass man Jahwe treu blieb. Wie unvollkommen und menschlich die Dinge im Alten Testament sind, geht auch aus dem Wort Jesu über die Tatsache hervor, dass ein Mann seine Frau einfach wegschicken konnte. Dies geschah, so sagt Jesus, „wegen der Härte ihres Herzens/Gemütes“ (vgl. Mt 19,8). Die eigentliche Absicht Gottes was das nicht. So ist es auch mit den Morden im Buch Josua (sie waren übrigens viel geringer als die darin angegebenen Zahlen annehmen lassen; viel geringer auch als die Ausrottung der Indianer in den Vereinigten Staaten oder der Juden während des Dritten Reiches).
Frage 48: Propheten sind ja Gesandte Gottes und sollen auch Vorbilder sein. Wenn man aber die Geschichte Davids und Solomons liest, sieht man, dass beide sehr schwere Sünden begangen haben. Wie können diese Personen Propheten sein? (TR)
Antwort: Der Fragende lese den ersten Abschnitt der Antwort auf Frage 27. Die Patriarchen, die Propheten und weitere große Gestalten des Alten Testaments, unter ihnen auch heilige Frauen wie Sara, Rebekka, Rahel, Mirjam, Debora, Hanna, Judith und Esther, wurden und werden in der Kirche als Heilige verehrt. Heilige im Sinne der katholischen Lehre sind Menschen, die in einer überzeugenden, ja heroischen Weise den Glauben gelebt haben. Solche Heiligkeit schließt nicht aus, dass der oder die Heilige Sünden begangen haben. Sie besteht ferner nicht primär in außerordentlichen oder gar auffälligen Taten sondern in außerordentlicher Treue, Liebe und Geduld im ordentlichen und alltäglichen Leben, in der Verherrlichung Gottes und im Dienst an den Nächsten, besonders im Ertragen von Leiden, Verfolgungen und Widerwärtigkeiten aller Art – all dies als Frucht ihrer Offenheit für das Wirken des Geistes Gottes in ihnen. In Bibel und christlicher Lehre gibt es die Lehre der Sündlosigkeit (‘isma) der Propheten, wie sie der Islam versteht, nicht. Diese islamische Lehre besagt, „dass die Gesandten Gottes keine Sünden begehen können und im Hinblick auf Glauben und Glaubenstreue weder irren noch Verrat üben können. Die Sunna hat aus jedem Propheten einen ma’sûm gemacht, d.h. einen Menschen, ausgestattet mit dem Privileg vom Bösen und vor Irrtum bewahrt zu sein. Gott hat ihnen die Sünden vergeben, die sei begangen haben mögen aufgrund ihrer menschlichen Natur oder bevor sie von ihm erwählt wurden“ (Cheikh Si Hamza Boubakeur, Traité Moderne de Théologie Islamique. Paris, 1985, S. 127).
Frage 49: Werden die Muslime, die Christen werden möchten in irgendeiner Weise privilegiert? (TR)
Antwort: Die christlichen Gemeinden in den verschiedenen Regionen der Welt haben die Pflicht, den Wunsch von erwachsenen Muslimen, Christ zu werden, ernst zu nehmen. Gleichzeitig hält sie die Kirche an, sorgfältig darauf zu achten, dass die Entscheidung Christ zu werden ganz und gar frei von jeglichem äußeren oder inneren Zwang ist und dass das Motiv für diesen Schritt einzig der Wunsch ist, auf diese Weise der Lehre Christ zu folgen und in seine Jüngerschaft einzutreten. Damit ist auch gesagt, dass die christlichen Gemeinden Menschen, die um Unterweisung im Glauben und um die Taufe bitten, nicht materiell oder anderweitig privilegieren darf, da sonst die angesprochene Freiheit und die Reinheit der Motivation überschattet würden.
Der Empfang der Taufe steht am Ende eines Prozesses der Initiation in mehreren Stufen. Dieser Weg der Einführung in den Glauben und der Vorbereitung auf die Taufe wird Katechumenat genannt.
Durch die Zeit der Vorbereitung [i.e. den Katechumenat] soll es den Katechumenen (d. h., denen, die sich durch das Katechumenat auf den Empfang des Sakramentes der Taufe vorbereiten) ermöglicht werden, auf das göttliche Heilsangebot zu antworten und in Einheit mit einer kirchlichen Gemeinschaft ihre Bekehrung und ihren Glauben zur Reife zu bringen. Es handelt sich um eine `Einführung und…Einübung im ganzen christlichen Leben, wodurch die Jünger mit Christus, ihrem Meister, verbunden werden. Die Katechumenen müssen also…in das Geheimnis des Heils eingeweiht werden; durch die Übung des Lebenswandels nach dem Evangelium und durch ein Folge von heiligen Riten soll man sie stufenweise in dass Leben des Glaubens, der Liturgie und der liebenden Gemeinschaft des Gottesvolkes einführen. (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, no 1247-1248).
„Die Katechumenen `sind schon mit der Kirche verbunden, sie gehören schon zum Hause Christi, und nicht selten führen sie schon ein Leben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe´ (Ad Gentes 14). `Die Mutter Kirche umfasst sie schon in Liebe und Sorge als die Ihrigen (Lumen Gentium 14)´“ (Katechismus der Katholischen Kirche, no 1249).
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